Digitale Kompetenz: Neue Medien und Bildung

Oktober 9, 2006

Donau-Universität Krems und Aktion Film Salzburg veranstalten Fachtagung

Krems (kpr). Von 3. bis 4. November 2006 treffen MedienexpertInnen und WissenschaftlerInnen zum zweiten Teil der Tagung „Be Aware of the Media“ in Krems zusammen. Im Mittelpunkt der Vorträge und Podiumsdiskussionen stehen die Fragen, inwieweit Medien Lernprozesse tatsächlich unterstützen und eine digitale Kompetenz in den heutigen Medienwelten notwendig ist. Neben neuen Forschungsansätzen werden aktuelle Fallbeispiele gelungener Medienprojekte vorgestellt.

Was haben das Ars Electronica Center in Linz und die Übungsvolksschule der Pädagogischen Akademie Burgenland gemeinsam? Die Selbstverständlichkeit, mit der neue Medien in der Bildungsarbeit eingesetzt werden. Ob im Bereich der Kulturvermittlung oder auch im täglichen Schulunterricht, der Einsatz von (neuen) Medien ist in Bildungsprozessen heute nicht mehr wegzudenken.
Schon in den neunziger Jahren wurde der „mediatic turn“, die Medialisierung unserer Lebenswelten ausgerufen, aber hat die Bildungsarbeit darauf reagiert? Ist eine „Digital Literacy“, eine digitale Kompetenz, für Kinder und Jugendliche heute unabdingbar? Oder bewegen wir uns noch in Lern- und Lehrkonzepten vergangener Jahrzehnte? Müssen LehrerInnen heutzutage E-Learning-ExpertInnen sein? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung „Be Aware of the Media“, die neben wissenschaftlicher Auseinandersetzung auch aktuelle Fallbeispiele gelungener Medienarbeit bietet.

Projekte führen spielerische Lernprozesse vor
So wird im ZOOM-Lab des ZOOM Kindermuseums in Wien schon seit einigen Jahren erfolgreich Kreativarbeit mit neuen Medien betrieben. Das Online-Lernspiel SITCOM ermöglicht es Mädchen durch Rollenspiele technische Berufe auszuprobieren. „Cinema and Science“ macht durch Filmbeispiele Lust auf Naturwissenschaft und natureLe@rn motiviert Jugendliche sich mit dem Thema Ökologie auseinanderzusetzen und fördert Problemlösekompetenzen. „Medienkultur ist der modernen Lehre, die das traditionelle Schema des unkritischen Reproduzierens alt hergebrachten Wissens längst über Bord geworfen hat, tief verbunden“, zeigt sich Gerfried Stocker, Tagungsreferent und künstlerischer Leiter des Ars Electronica Centers überzeugt.

Präsentation beste Medienprojekte von Kindern und Jugendlichen
Als Auftakt der Tagung findet am 2.11. 2006 im Kino der Österreichischen Filmgalerie am Campus Krems die öffentliche Veranstaltung „Best of Media Literacy Award“ statt. Hier werden Medienproduktionen von Kindern und Jugendlichen präsentiert, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ins Leben gerufenen Wettbewerbs „Media Literacy Award“ in den vergangenen fünf Jahren ausgezeichnet wurden.

Das detaillierte Programm von „Be Aware of the Media“ finden Sie unter
www.xn--medienpaedagogik-cib.at

Rückfragen
Mag. Edith Blaschitz
Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732/893-2343
edith.blaschitz@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at

Mag. Martin Seibt, MSc
Aktion Film Salzburg
Imbergstraße 2/1
5020 Salzburg
Tel. +43 (0)662/8220-23
seibt@aktion-film-salzburg.at
www.aktion-film-salzburg.at


be aware of the Media

Juli 5, 2006

Be Aware of the Media – Tagung zur Medienbildung in ÖsterreichDonau-Universität Krems und Aktion Film Salzburg veranstalten 2-teilige Klausur zu Geschichte, Status quo und Perspektiven der Medienbildung in Österreich Krems (kpr). Mit einer zweiteiligen Tagung zur Medienbildung in Österreich versammelt die Donau-Universität Krems gemeinsam mit der Aktion Film Salzburg ExpertInnen aus Wissenschaft und praktischer Medienarbeit zu einer kritischen Bestandsaufnahme der Medienbildung in Österreich. Nach dem ersten Teil der Tagung, die im Frühjahr an der Universität Salzburg stattfand liegen erste Ergebnisse vor, der zweite Teil der Klausur wird im November an der Donau-Universität Krems abgehalten.  Im Rahmen des ersten Teils der Tagung „Be Aware of the Media – Medien zwischen Bildungsanspruch, Empowerment und Kritik“ wurden in Salzburg die gesellschaftlichen Funktionen von Medien bzw. deren Rolle in der schulischen und außerschulischen Arbeit diskutiert. Die Vermittlung bzw. Analyse eines kritisch-analytischen bzw. eines handlungsorientierten, praktischen Umgangs mit Medien sind die vorrangigen Arbeitsgebiete der versammelten ExpertInnen.  

Empowerment durch Medien statt eindimensionaler Medienkritik 

Obgleich unsere Lebenswelten in hohem Maße Medienwelten sind, herrscht im Allgemeinen in der Öffentlichkeit wenig Bewusstsein darüber, dass zur Bewältigung dieses Lebensumfeldes auch Medienkompetenz notwendig ist. Ebenso wenig existiert in Österreich – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – eine Vereinigung von kritischen MedienvertreterInnen, die als zentrale Ansprechpartnerin für einen kritischen Umgang mit Medien zur Verfügung steht bzw. hierfür Lobbyarbeit leisten kann. Auch im akademischen Umfeld fehlt eine deklarierte Vermittlung von Medienkompetenz. Große Öffentlichkeit erregen im Gegensatz dazu kontinuierlich in den Medien auftauchende und Angst erzeugenden Berichte. Hier könnte eine zentrale Interessensvertretung aktiv inhaltlich einschreiten und konkrete Handlungskonzepte bieten. 

Auch die Beschäftigung mit „Best Practice“-Beispielen (Empowerment durch Medien, das Potenzial einer kritischen Gegenöffentlichkeit) könnte einen Kontrapunkt zu den Negativbeispielen setzen. Medienbildung kann auch im Sinne der „Cultural Studies“ als emanzipatorisches Projekt gesehen werden, was in der wissenschaftlichen Beschäftigung in Richtung einer politischen Kontextualisierung im Gegensatz zu alt hergebrachter Bewahrpädagogik führt. 

Neue Formen des Lernens durch Neue Medien 

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung war die Diskussion um Chancen und Risken von E-Learning wie Gamebased Learning, E-Portfolios, Kooperierendes E-Learning und konstruktivistische E-Learning-Arrangements.  

Der Einsatz von E-Learning wird gerne dazu benützt, um an Schulen eine verkrustete Didaktik aufzubrechen. Es wird versucht, mithilfe von neuen Technologien weiterreichende Prozesse in Gang zu bringen. Veraltete Schul- bzw. Bildungsstrukturen verhindern aber andererseits auch Erfolge im E-Learning, die gerade im Bereich des kooperierenden Lernens sehr gute Erfolge zeigen können.Auch im Bereich des E-Learnings ist somit in letzter Zeit eine gewisse Ernüchterung eingetreten: Die ExpertInnen waren sich einig, dass es etwa bei der Entwicklung von Lernmanagementsystemen zur Erzielung mediendidaktisch zufrieden stellender Resultate einen großen Kooperationsbedarf mit PädagogInnen gibt.  „Be aware of the Media“ wird im November 2006 an der Donau-Universität Krems fortgesetzt. Nähere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie unter:http://www.xn--medienpdagogik-cib.at (03.07.2006) 


INTERMEDIALE KÜNSTLERISCHE BILDUNG

Juni 15, 2006

* Symposium *Am 1.+2. Juni 2006 fand an der Universität Mozarteum in Salzburg das Symposium „Intermediale künstlerische Bildung – Kunst-, Musik- und Medienpädagogik im Dialog“ statt. Die Zielsetzung besteht in der Initiierung eines intensiven Dialogs zwischen renommierten Vertreter/innen der Kunst-, Musik- und Medienpädagogik sowie verwandten Gebieten im deutschsprachigen Raum in Hinblick auf konkrete Möglichkeiten einer engen Kooperation in der Lehre, Forschung, der schulischen und außerschulischen Projektarbeit sowie in Bezug auf die Entwicklung gemeinsamer e- und blended learning Szenarien.

Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie auf der Webseite

www.ikb.moz.ac.at/symposium


Social Skills durch Social Software?

Mai 28, 2006

Die Tagung:

„Social Skills“ durch „Social Software“. Erweitert die Verwendung neuer Internet-Technologien in Lehr-, Lern- und Wissensprozessen auch soziale Kompetenzen?
salzburg research,

hat am 23.-24. Mai 2006 in Salzburg stattgefunden.

Nähere Informationen:
http://eportfolio.salzburgresearch.at/


Be aware of the Media

Mai 26, 2006

Veranstaltungshinweis:

Be aware of the Media. Medien zwischen Bildungsanspruch und Kritik. Tagung zu Geschichte, Status quo und Perspektiven der Medienpädagogik in Österreich.

2. Teil:

Krems: 3./4.11.2006

 

Ergebnisse des ersten Teils sind auf der

Tagungswebsite http://www.medienpädagogik.at/ nachzulesen