Muttersprache Digital

Das Computerzeitalter erfordert neue Lernmethoden

Unsere Kinder und Jugendlichen werden spätestens seit der Begriffseinführung durch den US-amerikanischen Autor und Spieleentwickler Marc Prensky im Jahr 2001 als ‚Digital Natives’ bezeichnet. Diese Generation ist die erste, die mit vielfältigen neuen Technologien aufgewachsen ist, also mit Computern, Computerspielen, Internet, email Handys und mit Instant Messaging. Speed zählt und Multitask ist genauso gefragt wie spielerisches Lernen, alles via Screen natürlich.

Gleichzeitig sind die Lehrer dieser Kinder ‚Digital Immigrants’, Personen, die vor dem Technologieschub aufgewachsen sind und den Einstieg in das Computerzeitalter erst als Erwachsene vollzogen haben. Sie sprechen die neue Sprache oft unzureichend und sind methodisch meist im vorigen Jahrtausend verhaftet. (vgl. Marc Prensky, Digital Natives, Digital Immigrants, NCB University Press, Vol 9, 10/2001).

Email ja, aber was ist Instant Messaging?

Wer über 20 weiß schon was Instant Messaging ist? Mit dem Instant Messenger gelingt die Textübermittlung, also das Chatten in Echtzeit, meist unterstützt mit Videoprogrammen und der Fähigkeit Telekonferenzen abzuhalten. Der Begriff ist Paul Linebargers Science-Fiction Geschichten aus den 1960er Jahren entlehnt, so schnell hat uns die Wirklichkeit eingeholt.

3 Workshops zum Thema Digital Immigrants und Digital Natives von der Salzburger Aktion Film im März 2007

Aktion Film Salzburg, der gemeinnützige Partner für Medien und Pädagogik mit audiovisuellem Schwerpunkt, veranstaltet gemeinsam mit der österreichischen Gesellschaft für politische Bildung im März 2007 einen dreiteiligen Workshop zum Themenkomplex ‚Digital Immigrants/Digital Natives’ zu moderaten Preisen.

Workshop „Digital Immigrants“

Dienstag, 6. März 2007, 9:00 – 18:00 Uhr.
1. Teil: Internet & Kommunikation. Social Software – Das Kommunikative im Web.

In diesem Workshop geht es einerseits um das Kennenlernen und Ausprobieren der neuen Internet-Tools und andererseits um die Reflexion der möglichen gesellschaftlichen und kommunikativen Relevanz. Speziell
werden die Möglichkeiten des Einsatzes der Social Software in der schulischen und außerschulischen (Bildungs-)Arbeit beleuchtet.
Teilnahmegebühr € 5.—

Mittwoch, 7. März 2007, 14:00 – 18:00 Uhr
2. Teil: Digital Lives – Die Medienwelten Heranwachsender.

Im Rahmen dieses Workshops wird ein Einblick in die Mediennutzung und den Medienumgang Heranwachsender gegeben. Den Abschluss bildet eine Medienkompetenzdiskussion aus umgekehrter Perspektive: Die Frage lautet nicht „welche Kompetenzen müssen Kindern und Jugendlichen für ein Leben in der Mediengesellschaft vermittelt werden“ sondern „was können wir von Heranwachsenden lernen, um uns in ihrer Mediengesellschaft zurecht zu finden“.
Teilnahmegebühr € 3.—

Donnerstag, 8. März 2007, von 14:00 – 18:00 Uhr
3.Teil: Haltungen und Methoden für die Arbeit mit Digital Natives.

Lernkultur und Schulkultur entwickeln sich unterschiedlich! Unsere Kinder und Jugendlichen, die so genannten „Digital Natives“ (d.h. diese Personen sind mit den neuen Technologien aufgewachsen), unterscheiden sich heute grundlegend von jenen Personen, für die unser Erziehungssystem entwickelt wurde. Zusätzlich dazu sind die meisten in der Aus- und Fortbildung tätigen Menschen „Digital Immigrants“ (d.h. diese Personen, sind vor Einführung neuer Technologien aufgewachsen). Dieser Workshop beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wie Unterricht trotzdem gelingen kann.
Teilnahmegebühr € 3.—

Ansprechpartner

Mag. Martin Seibt, MSc
Aktion Film Salzburg
Imbergstr.2, 5020 Salzburg
+43-662-822023
office@aktion-film-salzburg.at
www.aktion-film-salzburg.at

Eine Antwort zu “Muttersprache Digital”

  1. cori sagt:

    Du musst ein Fachmann sein – wirklich guter Aufstellungsort, den du hast!

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